Artilleriewerk Simserhof - Maginot-Linie

Zwischenwerk "Kalte Erde" - Verdun

Versenkturm für zwei 75 mm Geschütze

Coloriertes Bild eines württembergischen Soldaten

Dieses historische Bild eines württembergischen Soldaten des württembergischen Landwehr-Infanterie-Regiment Nr. 125 wurde von mir nachträglich coloriert. Möchten Sie Ihr historisches Bild coloriert haben, schreiben Sie mir gerne.

Deutscher Soldatenfriedhof Dun-sur-Meuse

Deutscher Soldatenfriedhof Sennheim - Cernay im Elsass. Hier ruhen insgesamt 

 8.908 deutsche Soldaten aus beiden Weltkriegen.

Sherman "Bourg la Reine"

Westlich Phasbourg / Pfalzburg findet man einen Sherman-Panzer mit dem Namen "Bourg-la-Reine". Er befindet sich an der Stelle, an der der Panzer am 21.11/22.11.1944 abgeschossen worden ist.

Der Panzer war Bestandteil der 2. französischen Panzerdivision. Das Ziel für die beiden November-Tage: Durchbruch durch die Vogesenstellung - eine deutsche Verteidigungslinie - und Durchbruch ins Rheintal.

Die Kämpfe waren heftig. Der Panzer wurde von einem Geschoss aus einer 8,8 cm Pak 43 getroffen. Dabei wurde der Fahrer getötet. Ein zweiter Treffer machte den Drehmechanismus des Turmes unbrauchbar.

Das Fahrzeug war nach den beiden Treffen außer Gefecht. Ein dritter Schuss setzte den Treibstoffvorrat in Brand. Weitere Geschosse trafen das Fahrzeug.

Die Besatzung wurde von einem Sanitäts-Halftrack aufgenommen, der ebenfalls von Pak-Geschossen getroffen wurde. Der Motor fing Feuer, ein Besatzungsmitglied wurde getötet. Die anderen Fahrzeuginsassen, Sanitäter und Verwundete, konnten sich zum Teil mit erheblichen Verbrennungen in Sicherheit bringen

Seit den 1950er Jahren ist der Sherman ein Denkmal und erinnert an die Besatzung des Fahrzeuges: 

 Kommandanten Maréchal des Logis Selve  
dem Fahrer Brigadier Chef Barr
Bug-MG-Schützen Cuirassier Picon
Richtschützen Cuirassier Bigeard 
Ladeschützen Cuirassier Bourée. 

Maginot-Linie

Die Maginot-Linie wurde ab 1929 an der Ostgrenze von Frankreich errichtet. Sie sollte die Grenze gegen einen deutschen Angriff verteidigen. Im Jahr 1940 an einigen Stellen schwer umkämpft, aber konnte die Niederlage Frankreichs nicht verhindern. Heute schlummern viele Werke vor sich hin und sind verlassen. Andere können wiederum besichtigt werden.

Regelbau 509a - Improvisation ist alles

Mit Kriegsbeginn mangelte es in der Hauptkampflinie (HKL) des Westwalls an betonierten Beobachtungsbunkern. Zusätzlich machte sich immer mehr Materialmangel bemerkbar. Gepanzerte Beobachtungstürme waren kaum zu haben. So wurde wie so oft am Westwall improvisiert. Mit der Einführung des Kriegsregelbau-Programms Ende 1939/Anfang 1940 wurden vereinfachte Regelbauten entworfen - so sollte Material gespart werden. 

Es entstand der Regelbau 509a - ein behelfsmäßiger Artilleriebeobachter. 

Schematische Darstellung des Bauwerks. Die kompakte Bauform fällt sofort auf. Insgesamt wurden ca. 265 m³ Beton für den Bau des Bunkers benötigt (Eigene Darstellung).

Als Ersatz für eine Beobachtungskuppel wurde im Beobachtungsraum eine ca. 14° geneigte MG-Schartenplatte 7P7 verbaut.

Der tief angelegte Eingangshof des Bauwerks. Um das Bauwerk eben in der Erde einbauen zu können um die erforderliche 2,0 m starke Stahlbetondecke herstellen zu können, musste der Hof tief angelegt werden. Um den Eingang erreichen zu können, war dafür der Bau einer Treppe notwendig.

Das Innere des Bauwerks. Der kleine Bereitschaftsraum sollte der sechsköpfigen Besatzung als Unterkunft dienen. Hier hat sogar die Wandbemalung bis heute überlebt.

Bunker WH 316 - Ein Relikt des Westwalls

Am Halberg bei Saarbrücken befindet sich ein einmaliges Relikt des 
Westwalls - Bunker WH 316
Errichtet im Jahr 1939, befand sich dieser Regelbau 108b direkt in der Hauptkampflinie.

Der Regelbau 108b war ein MG-Schartenstand mit MG-Kasematte und Flankierungsanlage. Dabei war der MG-Schartenstand frontal gegen den Feind ausgerichtet. Um die Besatzung des frontalen Kampfraumes besser schützen zu können, bekam der Bunker eine seltene Schartenplatte vom Typ 78P9.

Blick auf den frontalen Kampfraum mit der Schartenplatte vom Typ 78P9.

Die Eingangsverteidigung des Bunkers. Von der Besatzung wurde der Bunker "Monplaisir" getauft. Das heißt so viel wie "Meine Freude" bzw. "Mein Vergnügen".

Innenansicht der Schartenplatte vom Typ 78P9. Das MG34 befindet sich in der Schartenlafette 34.

Neben dem MG-Schartenstand bestand der Bunker aus einer flankierenden MG-Kasematte. Als Panzerbauteil war hier eine Schartenplatte vom Typ 7P7 für ein MG 34 verbaut.

Im Bereitschaftsraum des Bunkers sollten die 12 Soldaten während ihrer Dienstzeit schlafen und leben.

Der Westwall - Relikt einer dunklen Zeit

Ab 1936 wurden bis ca. 1940 entlang der deutschen Westgrenze zwischen Kleve und Basel ca. 17.000 Bunker gebaut. Sie sollten die Westgrenze von NS-Deutschland gegen England und Frankreich verteidigen, damit der Angriff im Osten möglich ist. In kürzester Zeit wurden unter teilweisen schlimmen Arbeitsbedingungen (u.a. lange Arbeitszeiten) Bunker unterschiedlicher Bauart errichtet. Möglich machten das die sogenannten Regelbauten, standardisierte Bauwerke, bei denen die Beton- und Stahlmenge sowie die Panzerbauteile schon vorbestimmt waren. So konnte schnell diese große Anzahl an Bunkern errichtet werden.

In einigen Bunkern wurden Panzertürme für Maschinengewehre eingebaut. Dieser 3-Schartenturm in der Baustärke B1 vom Typ 61P8 wurde im Jahr 1937 in einem Regelbau B1-23 (Stand für 3-Schartenturm) eingebaut.

Neben den 3-Schartentürme, waren die 6-Schartentürme die markantesten Bauteile am Westwall. Dieser 6-Schartenturm vom Typ 35P8 wurde ca. 1937 in einem Regelbau B1-25 eingebaut.

Das Jahr 1938 war durch das sogenannte Limes-Bauprogramm gekennzeichnet. Mit standardisierten Regelbauten vom Typ 10, 10a und 11 wurden entlang der gesamten Westgrenze in kürzester Zeit zahlreiche Bauwerke errichtet. Ohne Rücksicht auf den Mensch und die Natur. 

Ab Ende 1938/Anfang 1939 entwickelte man neue Regelbautypen. Hier wurde der Fokus auf den Einsatz von Panzerbauteilen gelegt. Schartenplatten vom Typ 7P7, vereinzelt auch vom Typ 78P9, wurden ab sofort in den Bauwerken eingebaut. Ein Beispiel für diese Bauzeit ist der Bunker WH316 am Halberg bei Saarbrücken. Der Bunker vom Typ 108b bekam als frontale Schartenplatte die am Westwall seltene Panzerplatte vom Typ 78P9 verbaut. Die flankierende Scharte war vom Typ 7P7. Das Bauwerk ist heute ein Museum und kann besichtigt werden,

Im Inneren von WH316 mit Blick auf die Schartenplatte vom Typ 78P9 und dem MG34.

Mit Kriegsbeginn im September 1939 wurden die sogenannten Kriegsregelbauten der 500er Serie entworfen. Dieser Regelbautyp zeichnet sich durch ein kompaktes und vereinfachtes Design von Regelbauten der 100er Serie aus. So sollte Baumaterial gespart werden. Auf dem Bild ist ein Regelbau 505 zu sehen. Dieser Regelbau war ein Schartenstand für eine 
3,7 cm Panzerabwehrkanone. Das Bauwerk ist heute ein Museum und kann 
besichtigt werden.

Ein anderes Beispiel für einen Kriegsregelbau der 500er Serie ist der Regelbau 503 - ein MG-Schartenstand mit Gruppe. 

 Er war ein sogenannter Kriegsregelbau der 500er Serie und war eine vereinfachte Version des Regelbau 106. 

Im Jahr 1939/1940 war der Westwall in keine Kämpfe verwickelt. Diese Phase des Krieges wird als "Sitzkrieg" bzw. "drole de guerre" bezeichnet, da keine nennenswerten Kampfhandlungen stattgefunden haben - sondern nur Stoßtrupptätigkeiten.

Nach dem gewonnen Westfeldzug verlor der Westwall für die NS-Führung an Bedeutung. Alles brauchbare Material wurde ausgebaut um am Atlantikwall verwendet werden zu können.

Kilometerlange Hohlgänge verbinden die einzelnen Teile der Feste miteinander. So konnten sich die Soldaten unentdeckt und geschützt bewegen.

Als sich im Herbst 1944 die Front dem Westwall näherte, wurde in hastigen Bauvorhaben versucht die Bunker kampfbereit zu machen. Da sich aber die Waffentechnik in den Kriegsjahren rasch entwickelt hatte, war dies ein unmögliches Unterfangen. Mit Panzergräben sowie Kochunterständen wurde versucht eine durchgängige Verteidigungslinie herzustellen.

Kämpfe um den Westwall waren 1944/45 zwar von kurzer Dauer, aber oft äußerst verlustreich. Insbesondere in Dillingen oder am Orscholz-Riegel wurde um einzelne Bunker erbittert gekämpft. 

Als die Alliierten im März 1945 mit ihrer Operation Undertone zum finalen Schlag gegen NS-Deutschland ansetzten, kam es nur noch vereinzelt, z.B. bei Steinfeld und im Bienwald (Rheinland-Pfalz) zu kurzen aber schweren kämpfen. Schlussendlich wurde aber der Westwall auf gesamter Breite durchstoßen, ohne die Alliierten nennenswert aufzuhalten.

Nach dem Krieg wurden fast alle Bunker des Westwalls gesprengt und beseitigt. Heute haben nur wenige Bunker intakt überlebt. Die Ruinen der Bauwerke sind heute beliebte Heimat bei allen möglichen Insekten und Kleintieren - ein schützenswertes Biotop.

Einige intakte Bauwerke sind als Museum eingerichtet. Hier können Besucher erleben, wie das Leben in solchen Bunkern vor fast 85 Jahren war. 

Deutsche Festung in Frankreich

Ab 1871 wurden die Städte Metz, Thionville und Straßburg durch das deutsche Kaiserreich befestigt, um diese gegen einen gegnerischen Angriff verteidigen zu können. Während in Straßburg auf sogenannte "Biehler-Forts" gesetzt wurde, plante man in Metz und Thionville sogenannte "Panzerfesten". Diese stellten ein Novum sowohl im deutschen als auch internationalen Festungsbau dar. Alle Anlagen wurden aus Beton errichtet und durch kilometerlange unterirdische Gänge miteinander verbunden. So sollten sich die Soldaten geschützt unter der Erde bewegen können, ohne dem gegnerischen Artilleriefeuer ausgesetzt zu sein. Die Festen sind heute noch alle Sperrgebiet, ein Betreten ohne Genehmigung ist verboten! Die gezeigte Feste wurde zusammen mit einem französischen Verein besichtigt, die eine spezielle Genehmigung für die Begehung hatten!

Die Feste hatte als Hauptbewaffnung vier 10 cm Panzerturmkanone. Die Reichweite betrug knapp 10 Kilometer. Die Waffen waren für die damalige Zeit äußerst modern.

In drei Infanterie-Kasernen waren die Soldaten untergebracht. Hier hatten sie alles, was sie für ein Leben unter Tage benötigten. Wasser, Strom, eine Küche und ein Kraftwerk. Die Feste war äußerst modern eingerichtet, nicht mal kleine Dörfer hatten warmes Wasser oder Elektrizität.

Heute holt sich die Natur die Feste immer mehr zurück. Unüberwindbare Dornenhecken machen einen Besuch äußerst schwierig.

Die Feste war im November 1944 Schauplatz schwerer Kämpfe zwischen der US Army und der Wehrmacht. Im inneren der Feste sieht man noch an vielen Stellen die Auswirkung dieser blutigen Kämpfe.

Kilometerlange Hohlgänge verbinden die einzelnen Teile der Feste miteinander. So konnten sich die Soldaten unentdeckt und geschützt bewegen.